Zu den Magen-Darm-Erkrankungen gehören: Zöliakie, Crohn´sche Krankheit, Colitis ulcerosa, chronische Verstopfung, Helicobacter Infektionen, Sodbrennen, Lebensmittelallergien, Lebensmittelintoleranzen, Hämorrhoiden, Refluxösophagitis, Reizdarmsyndrom, chronischer Durchfall, chronische Bauchschmerzen und die chronische Gastritis.

 


Der Magen-Darm-Trakt mit all seinen darin existierenden Lebewesen (Mikrobiota oder Darmflora), den Bakterien, Hefen, Pilzen, Protozoen und Viren ist ein wichtiger Teil des Körpers. Denn er nimmt Einfluss auf das Immun-, Nerven-, Hormon- und Stoffwechselsystem. Die Zusammensetzung der Mikrobiota und ihr Zustand haben also einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheit, Krankheit und Leistung von unseren Haustieren.  

 

«Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein» (Paracelsus). Das heisst mit anderen Worten: du bist, was du isst. Das Futter unserer Haustiere ist folglich ein (Lebens-)Mittel und sollte vollwertig sein. Wobei vollwertig nicht nur bedeutet, dass Proteine, Kohlenhydrate und Fette als Energieträger vorhanden sind. Es müssen auch all die Komponenten enthalten sein, die für die Funktion von Enzymen, Hormonen, Proteinen, Fetten usw. notwendig sind. Das gilt besonders für solche Stoffe, die Menschen und Tiere nicht selbständig produzieren können: Vitamine, bestimmte Aminosäuren und Spurenelemente.

Ein einwandfreies Funktionieren der Ausleitungsorgane ist ebenfalls von zentraler Bedeutung. Nehmen wir zum Beispiel die Leber.

 

Die Leber ist das «Zentrallaboratorium des Organismus» und die größte Drüse des Körpers bei Wirbeltieren. Demgemäß übernimmt sie wichtige Aufgaben im Stoffwechselgeschehen von Pferden, Hunden und Katzen. Die Leber ist der zentrale Umschlagplatz aller Nährstoffe und Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen werden.

 

Diese Stoffe werden je nach Bedarf sofort verwertet oder gespeichert. Ebenso können sie von den Leberzellen umgewandelt oder aber abgebaut und ausgeschieden werden.

 

Die Hauptaufgaben der Leber sind:

 

  • Regulierung des Eiweißstoffwechsels (Auf- und Abbau von Eiweißstoffen, Bildung von Harnstoff und Harnsäure)
  • Regulierung des Kohlenhydratstoffwechsels (zum Beispiel Speicherung von Zucker in Form von Glykogen, Abgabe als Glukose in das Blut)
  • Regulierung des Fettstoffwechsels über die Produktion von Gallenflüssigkeit
  • Speicherung verschiedener Vitamine (Vitamin B12) und Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan)
  • Entgiftung des Körpers
  • Beteiligung an der Regulation des Hormonhaushaltes