Psychosomatosen beim Hund

Sind rein medizinische Ursachen für die körperliche Symptomatik ausgeschlossen worden, müssen vom Tierbesitzer Massnahmen ergriffen werden, welche den Stress ihres Tieres reduzieren.

Tiere mit einer chronischen Angst- oder Stressproblematik verfügen über ein schwaches Immunsystem. Sie benötigen daher wichtige Vitalstoffe und eine optimale Ernährung.

Menschen können über ihre psychischen Zustände Auskunft geben, Tiere nicht. Daher liegt es an den Tierhaltern, ihre Tiere zu beobachten und zu lesen. Dies gelingt umso besser in einer vertrauensvollen, liebevollen Beziehung. Der Ursprung psychosomatischer Störungen kann jedoch auch gerade im sozialen Bereich, in der Haltung des Tieres, zu finden sein.

Häufige Psychosomatosen beim Hund sind der Reizdarm (colon irritabile, IBS = Irritable bowel syndrome), die akrale Leckdermatitis (zwanghaftes Lecken und Putzen) sowie die psychogene Gastritis.


Seborrhö

Bei einer übermässigen Talgproduktion der Haut entstehen ölige Schuppen und es kommt zu Hautveränderungen. Die Haut wird sehr fettig, Haare fallen aus, Hautstellen jucken und sind entzündet. Kratzt sich der Hund an diesen Stellen, entstehen Folgeinfektionen, ausgelöst durch Bakterien oder Hautpilze. Zudem riecht das Tier unangenehm und sein Allgemeinzustand kann sich verschlechtern. Entzieht man seinem Hund in dieser Situation seine Zuneigung, vernachlässigt ihn oder bereitet ihm zusätzlichen Stress (z.B. das Sofa ist für ihn ab sofort tabu, Bello oder Bella riecht halt so muffig) entsteht ein Teufelskreis und die Beschwerden verschlimmern sich, die Aussicht auf eine Heilung wird unwahrscheinlich. Jetzt ist es die Aufgabe des Therapeuten, den Tierbesitzer auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und ihm Management-Massnahmen sowie natürliche Therapien vorzuschlagen.

Homöopathie bei Seborrhö

Einerseits können Symptommittel verabreicht werden, andererseit sollte aber eine Behandlung mit dem Konstitutionsmittel erfolgen. Dieses passt individuell zum erkrankten Tier. Hierzu ist eine Anamnese notwendig.

Ernährung bei Seborrhö

Tiere, die an einer Seborrhö leiden, sollten mit qualitativ hochwertigem, natürlichem und frischem Futter ernährt werden (Muskelfleisch, pflanzliche Komponenten, wertvolle Fette und Öle etc.). Informieren Sie sich über die Möglichkeit, Ihren Hund zu barfen, denn es geht ja auch darum, das Immunsystem Ihres Tieres zu stärken. Dies wird sich dann auch positiv auswirken auf den Stoffwechsel seiner Haut.


Ganzheitliche Massnahmen

Ich informiere Sie über weitere Möglichkeiten aus Homöopathie und Naturheilkunde, ebenso über eine das Immunsystem stärkende Therapie, die angezeigte Ernährung und den sinnvollen Einsatz von Vitalstoffen.

Artgerechte Haltung

Die Lebensumstände des Tieres sind für sein Wohlbefinden verständlicherweise extrem wichtig. Ist Ihr bester Freund nicht dazu in der Lage, sich auszutoben, wird er darunter leiden, auch und vor allem mental. Hunde zum Beispiel brauchen Unterhaltung.

Sie sind Rudeltiere und können schnell depressiv und unausgeglichen werden, wenn Sie viel allein gelassen werden und sich über längere Zeit nur mit sich selbst beschäftigen sollen.

Wer seinem Tier diese Grundbedürfnisse nicht erfüllen kann, sollte von einer Tierhaltung Abstand nehmen und dafür lieber ein besseren Zeitpunkt in seinem Leben abwarten.

Integrieren Sie Ihren Hund in Ihre Familie

Es gibt Menschen, deren Hund sich in der Wohnung nur im Flur oder im Garten, im Zwinger aufhalten darf. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund in die Familie integriert wird, dass er in jedem Raum ein gemütliches Plätzchen hat, von wo er das Familiengeschehen beobachten kann, ohne dass er dabei im Mittelpunkt liegt.