Fibromyalgie ist wohl eine der rätselhaftesten Krankheiten. Nicht nur die Ursache ist unklar. Auch über die Symptome herrscht kaum Einigkeit. Offiziell gilt Fibromyalgie als unheilbar, und so wird von schulmedizinischer Seite aus lediglich versucht, die Symptome zu lindern.

Schulmedizinisch werden Fibromyalgie-Patienten oft mit einer Kombination aus mehreren verschiedenen Medikamenten  behandelt (Antidepressiva, Schmerzmittel).

 

Diese Medikamente können starke Nebenwirkungen haben. Zudem dienen sie nur der Linderung der Symptome.

Ganzheitliche Methoden hingegen zielen auf eine Heilung des Geschehens oder zumindest auf eine möglichst umfassende Ausschaltung möglicher Ursachen.

Die ganzheitliche Therapie bei Fibromyalgie hat verschiedene Ziele. Wenn wir davon ausgehen, dass die Hochsensibilität des Nervensystems die Hauptursache ist, dann lautet ein Ziel, diese Hochsensibilität zu beruhigen, die Schmerzgrenze zu senken und die Schmerzwahrnehmung zu mindern.

 

Auch ist zu berücksichtigen, dass viele der so genannten Symptome gar keine Symptome sind, sondern eigenständige Krankheiten oder Beschwerden, die sich einfach deshalb entwickeln konnten, weil der Fibromyalgiker so empfindlich wurde und sich infolge chronischen Stresses sein Immunsystem in immer schwächerer Position befand.

 

Das mag auch der Grund dafür sein, dass jeder Betroffene andere Symptome zeigt. Schliesslich bestehen bei jedem Menschen andere Schwachstellen und daher auch die Neigung zu anderen Krankheiten.

Nicht wenige Fibromyalgie-Betroffene werden regelmässig in die Ecke der psychosomatisch Erkrankten geschoben.

 

Zwar kann psychischer Stress eindeutig ein Auslöser der Fibromyalgie sein, und psychotherapeutische Ansätze können auch tatsächlich Heilerfolge bringen oder die Heilung zumindest unterstützen, doch ist die Fibromyalgie keine ausschliesslich psychische Erkrankung.

 

Und so gelten heute als mögliche Ursachen für Fibromyalgie neben dem psychischen Stress auch Infektionskrankheiten (Borreliose) oder  Toxinbelastungen (Schwermetalle).

 

Bei Untersuchungen von Fibromyalgie-Betroffenen zeigen sich auch häufig zu niedrige Werte bestimmter Hormone (z. B. Serotonin, das Wohlfühlhormon oder Calcitonin, ein Schilddrüsenhormon).

 

Gleichzeitig ist bei der Fibromyalgie das Immunsystem geschwächt.

Bis zur Diagnose haben Betroffene oft schon eine lange Leidenszeit hinter sich. Der Grund dafür sind die eher unspezifischen Symptome, die leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können.

 

Dazu können chronische Schmerzen, Müdigkeit, Gedächtnisprobleme, aber auch Depressionen und Angstzustände gehören. Besonders häufig wird die Fibromyalgie von Ärzten mit Arthritis verwechselt.

 

Diese beiden Erkrankungen unterscheiden sich jedoch darin, dass Arthritis-Patienten vorwiegend über schmerzende Gelenke klagen, während Fibromyalgie zumeist mit Muskelschmerzen einhergeht.